Sulawesi- Tana Toraja - Rantepao


Nach einem kurzen Aufenthalt in Makassar haben wir sechs Tage im Homestay Meyske Febiwildof, sechs Kilometer von Rantepao entfernt, verbracht. Aus Erzählungen einer sehr guten Freundin wussten wir, dass die Torajas einen ganz anderen Umgang mit dem Tod pflegen. Die toten Verwandten sind weiterhin Teil des Familienlebens und verweilen als solche noch Eineige Zeit in der Familie. Nach den Vorstellung der Torajas sind die Verstorbenen nur krank. Für sie ist es nicht befremdlich, mit einer Beerdigung mehrere Jahre warten zu müssen, da die Familie sehr viel Geld benötigt, um sich eine Beerdigung leisten zu können. Erst wenn sie (manchmal erst nach Jahren) beerdigt werden, sind sie tot. Und das ist dann "nur" der Übergang ins nächste Leben. 

Reisetipps


Anreise

Man kann Rantepao von Makassar aus mit dem Bus in circa 10 Stunden, je nach Verkehrslage, erreichen. Wir haben allerdings einen anderen Weg gewählt und sind von Makassar nach Palopo (Bua) geflogen. Die Flugzeit beträgt 50 Minuten. Dort wurden wir von einem Fahrer, den Meyske für uns organisiert hatte, abgeholt. Die Autofahrt von Palopo nach Rantepao dauert circa 2,5 Stunden. 

Unterkunft


Gewohnt haben wir in dem liebevoll dekorierten Homestay (Guesthouse) von Meyske Febiwildof Latuihamallo. Der Name der Unterkunft lautet: „Ne Pakku Manja Toraja“. Das Guesthouse liegt circa 6 Kilometer von Rantepao entfernt. Das Haus liegt in einem Tana Toraja Dorf. Die Familie lebt hier bereits in der achten Generation. Meyske lebt mit ihrer Mutter und ihrer circa 95 jährigen Großmutter im unteren Teil des Hauses. Für die Gäste gibt es im oberen Stockwerk vier abgetrennte Zimmer. Die Toiletten und ein Duschraum werden gemeinsam benutzt.

Meyske ist einfach ein „Schatz“, sie kümmert sich rührend um ihre Gäste. Das Frühstück und Abendessen könnten nicht besser sein. Alles wird frisch von Meyske und ihrer Mutter zubereitet und schmeckt köstlich. 

Wir hatten das große Glück, vier Tage mit Meyske als Tourguide verbringen zu dürfen. Sie spricht hervorragend Englisch, kennt versteckte Plätze, hat viele Kontakte und ist somit immer informiert, wann und wo eine Beerdigungszeremonie stattfindet. Sie hat uns die Kultur der Torajas behutsam näher gebracht und uns eine neue Welt gezeigt.

Wir können jedem nur empfehlen vor Ort einen englisch sprechenden Tourguide zu nehmen, da es sonst zwar landschaftlich wunderschön ist, man aber nicht unbedingt mitbekommt, was, wann, wo stattfindet. 

Kontaktdaten


Meyske Febiwildof Latuihamallo 

Per WhatsApp:  Tel. 006281341158500 

Per E-Mail: meyskelatuihamallo@gmail.com

Eine ausführliche Beschreibung unserer Touren findet ihr in unserem Reiseblog. Schaut mal rein und lasst Euch inspirieren. Für uns ein "Muss", wenn man Sulawesi mal ganz anders erleben möchte.