Myanmar - Mandalay


Die ehemalige Königshauptstadt Mandalay mit ihrem so exotisch klingenden Namen liegt im nördlichen Myanmar (ehemals Burma) und bietet in der Stadt sowie in der Umgebung zahlreiche Möglichkeiten Land, Kultur und Menschen kennenzulernen. Wir haben eine Woche in Mandalay verbracht und sind fasziniert von der zweitgrößten Stadt Myanmar’s. Vor allem sind wir, neben den beeindruckenden Pagoden und Klostern, begeistert und tief bewegt von der Freundlichkeit der Menschen. Es ist kaum in Worte zu fassen wie lieb, offen und freundlich uns die Menschen gegenüber getreten sind. 

Einleitung


7 Tage haben wir in Mandalay verbracht und nachdem wir anfänglich skeptisch waren, ob das eine gute Entscheidung ist, können wir im Nachhinein sagen, das wir alles richtig gemacht haben. Die Stadt Mandalay und ihre Umgebung sind abwechslungsreich, faszinierend und einzigartig. Wir hatten vorab in einigen Blogs gelesen, dass die Infrastruktur schlecht ist und man schnell genug von der lauten, dreckigen Stadt Mandalay hat. Dies können wir so nicht bestätigen, die Infrastruktur in Mandalay und Umgebung ist hervorragend, die Stadt selbst erkundet man am besten mit dem TucTuc. In Mandalay sieht man noch viel vom ursprünglichen Leben, die Stadt ist im Wandel und noch nicht „nur“ auf Touristen ausgelegt. Es ist aufgrund der Hygiene schwieriger und nicht unbedingt gemütlich in Garküchen zu essen, da diese meist direkt an den Straßen liegen, aber es gibt zahlreiche auf Tourismus ausgerichtete Restaurants. Zu zweit zahlt man durchschnittlich ca. 12€ inklusive Getränken. Es gibt keinen Nightmarket oder Altstadtkern, wie man es von den meisten anderen asiatischen Städten kennt. Mandalay zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit und vor allem durch die Umgebung aus.

Reisetipps


Fortbewegung in Mandalay

Alle Straßen in der Innenstadt verlaufen parallel zueinander und  sind durchnummeriert, so dass man sich gut orientieren kann. Da  Mandalay recht weitläufig ist und sich nicht zum Spazierengehen anbietet (keine Bürgersteige). Ist es sinnvoll sich von A nach B fahren zu lassen. Es gibt an jeder Ecke TucTuc Fahrer die ihre Dienste für wenig Geld anbieten. Für längere Strecken und Tagestouren ist ein Taxi zu empfehlen. Preisbeispiel: Taxi Tagestour von 09:00-19:00 Uhr 50 US$

TucTuc: Fahrt zur U Bein Brücke (40 Minuten pro Strecke) hin- und zurück, inklusive sehr langer Wartezeit, 15.000 Kip (9,00€)

Reisetipp Kombiticket für die Ärchäologischen Stätten in Mandalay

Für den Preis von 10.000 Kyat (ca. 6,00€) erhält man ein Kombi Ticket, die sogenannte  Archaelogical Zone Fee Card, mit diesem Ticket kann man die zahlreichen Archäologischen Stätten in und um Mandalay besuchen. Das Ticket hat mehrere Tage Gültigkeit und schließt auch den äußeren Circle um Amarapura mit ein. 

Tagestour Mandalay (innerer Circle) mit dem TucTuc


Royal Palace „Königspalast“

Im Zentrum von Mandalay befindet sich der von einem Wassergraben umgebene Königspalast auf einem 2x2 km großen Areal. Der restaurierte bzw. nachgebaute Palast wirkt ein wenig wie eine alte chinesische Westernstadt und könnte gut als Filmkulisse dienen. Es ist ein Wahrzeichen der Stadt und als dieses sollte man es respektieren, auch wenn es viele negative Bewertungen zu dieser Sehenswürdigkeit gibt, scheint es ein gelungener Nachbau des Originals zu sein. 

Adresse: zwischen der 12ten und 26ten Straße 

Eintrittspreis: 10.000 Kyat (ca. 6,00€) (siehe Kombiticket)

Ahtumashi Monastery (Kloster)

Das 1857 erbaute Kloster mit seinem riesigen, recht kargen Innensaal hat uns besonders von außen beeindruckt. Die goldverzierten Portale an den Seiten laden zu Fotoshootings ein. - Direkt nebenan liegt das Shwenandaw Monastery / Kloster.

Öffnungszeiten: 07:00-18:00Uhr

Adresse: 14th Street & 63th Street, Mandalay, Myanmar

Eintrittspreis: siehe Kombiticket

Shwenandaw Kloster (Monastery)

Dieses uralte Kloster wird über eine Steintreppe betreten und ruht auf 150 Teakholz Stämmen. Das gesamte Kloster zeigt fantastische Holzschnitzereien auf und ist definitiv einen Besuch wert. Es stand früher auf dem Gelände des Golden Palace und wurde auf diesem Gelände neu aufgebaut. Hierauf weist ein weißer Felsbrocken mit goldener Schrift hin. Also nicht verwirren lassen, der Golden Palace liegt woanders. Das Shwenandaw Monastery wird an vielen Stellen restauriert. Im Hintergrund kann man Studenten und Holzschnitzer (wahre Künstler) bei den Restaurierungsarbeiten beobachten. 

Öffnungszeiten: 08:00-20:00 Uhr 

Adresse: 14th Street & 63th Street, Mandalay, Myanmar

Eintrittspreis: siehe Kombiticket

Kuthodaw-Pagode oder das größte Buch der Welt

Die Lehre Buddhas ist hier, in 729 symmetrisch angeordnete Mini Pagoden, auf Marmorplatten gemeißelt worden und wird als das größte Buch der Welt bezeichnet. Die strahlend weißen Mini Pagoden sehen faszinierend aus und es lassen sich herrliche Fotos machen. Auf dem Gelände der Kuthodaw-Pagode befindet sich auch  die „Maha Lawka Marazein Pagode“ mit ihrer großen vergoldeten Kuppel. Wir empfehlen den Besuch dieser Pagode, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, gerne weiter. - Gedruckt würden die Texte ca. 15.000 Seiten umfassen. 

Öffnungszeiten: 08:00-20:00 Uhr

Adresse: 10th Street, Mandalay, Myanmar

Eintrittspreis: kostenlos

Sandamuni Pagoda, Mandalay

Eine faszinierende große Klosteranlage in der man neben den zahlreichen schneeweißen Stupas mit ihren goldenen Spitzen einiges entdecken kann. Eher durch Zufall haben wir am nördlichen Eingang (es gibt vier Eingänge) des Geländes eine Messe miterlebt an der viele, vor allem ältere, Gläubige teilgenommen haben. Es lohnt sich auch die Seitenwege entlang zu schlendern.

Adresse: ganz in der Nähe der Kudhodaw-Pagode, Mandalay

Eintrittspreis: kostenlos

Öffnungszeiten: 08:00-20:00 Uhr

King Galon  „Gold Leaf Workshop“

In Mandalay wird Gold immer noch von Hand, in stundenlanger Arbeit, mit einem drei Kilogramm schweren Hammer geschlägert. Dafür gibt es den Beruf des Goldschlägers. Besonders beliebt bei den gläubigen Buddhisten in Myanmar sind die hauchdünnen Goldblättchen, die man für 2.500 Kyatt (ca. 1,50€) im fünfer Pack kaufen und an heilige Buddha Figuren kleben kann. Im angrenzenden Shop kann man diese Blattgold Päckchen sowie weniger hübsche Souvenirs erwerben. 

Adresse: 36th Street, zwischen 77th und 78th Street

Fazit Tagestour mit dem TucTuc durch Mandalay

Reisetipp Mandalay, Tagesausflug in die drei Königsstädte Sagaing, Inwa und Amarapura


Aung Nan Myanmar Handicrafts workshop - Holzschnitzerei

In dieser seit 80 Jahren bestehenden Holzschnitzerei kann man den Künstlern über die Schulter schauen ohne das man zum Kauf animiert wird. Beeindruckende, teilweise sehr alte, Holzarbeiten kann man hier bewundern. In vielen Bewertungen werden die hohen Preise bemängelt und mit anderen Angeboten im Land verglichen. Wie überall auf der Welt hat Qualität ihren Preis, in dieser Holzschnitzerei kann man die Landestypischen günstigen Souvenirs nicht erwerben. Wir empfehlen einen Besuch, es ein wirklich interessanter Ort.

Aung Nan Myanmar Handicrafts workshop

Adresse: 99 Mandalay-Sagaing By Pass Road, Myanmar

Sagaing

Die ehemalige Königsstadt Sagaing, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und eines der buddhistischen Zentren Myanmar’s. Von Mandalay aus  kommend ist die Anfahrt über die lange Inwa Brücke überwältigend. Grüne Hügel aus denen ca. 600 goldfarbene Stupas herausschauen bieten einen atemberaubenden Anblick. In dieser Region gibt es mehr als 100 Meditationszentren, über 6.000 Mönche, Novizen und Nonnen leben in den Klöstern von Sagaing und studieren die Lehren Buddhas. Sagaing versprüht eine unglaublich schöne, spirituelle Atmosphäre. Es kommt schnell der Wunsch auf länger zu bleiben.

Sagaing Hill und „Sun U Ponya Shin Pagode“

Auf dem Gipfel hat man einen wunderschönen Panoramablick über den Irrawaddy Fluss bis hin zur Inwa Brücke. Die Landschaft und die vielen Tempelanlagen sind einfach umwerfend. Es gibt zahlreiche Pagoden zu erkunden, so die, vor allem wegen ihrer Lage,  beeindruckende Sun U Ponya Shin Pagode. Als wir vor Ort waren war es etwas nebelig, trotzdem war der Ausblick beeindruckend. Bei Klarer Sicht muss dieser „Aussichtspunkt“ überwältigend sein. Wir waren um ca. 09:30 Uhr vor Ort und die einzigen Touristen an diesem wundervollen Ort. 

Adresse: Sagaing Hill, Sagaing, Myanmar

Geheimtipp: Mya Sat Kyar Kloster „Monastery“ in Sagaing, die Alternative zum überlaufenden Mahagandayon Kloster 

Das riesige und bekannte Mahangandayon Kloster in Amarapura wird täglich zur Mönchsspeisung von hunderten von Touristen aufgesucht. Viele Blogs und TripAdvisor Bewertungen beschreiben, dass es gruselig ist mitanzusehen wie respektlos einige Fotobegeisterte Touristen die Mönche bedrängen und ihnen ihre Kameras ohne jegliche Scham direkt vor die Nase halten. Wir können euch hier eine gute und entspannte Alternative empfehlen. Eine Mönchsspeisung von 500 Mönchen, in einer stillen und würdevollen Atmosphäre, ohne Touristenmassen. Das Mya Sat Kyar Kloster liegt in Sagaing ganz in der Nähe des Sagaing Hill. Als wir vor Ort waren waren mit uns ca. 10 Touristen im Kloster. Alle haben sich dezent im Hintergrund gehalten, der Speisesaal durfte betreten werden und wir hatten die Gelegenheit die Mönchsspeisung in aller Stille mitzuerleben. Ein unvergessliches Erlebnis.

Ihr solltet um spätestens 10:30 Uhr vor Ort sein, um 10:45 Uhr geht es los.

Adresse: TaungYoe Lan, Sagaing (einfach den Namen des Klosters dem Fahrer nennen oder bei Google.maps eingeben), Sagaing, Myanmar

Novizinnen auf dem Weg zum Kloster

Endlich Schulschluss! Im Anschluss an die Mönchsspeisung kann man ebenfalls in der TaungYoe Lan, Sagaing, die farbenfrohen Novizinnen auf dem Weg ins Kloster sehen. Welch wunderschöne Farbenpracht!

Adresse: TaungYoe Lan, Sagaing, Myanmar

Restaurant Tipp Sagaing 

Sagaing Hill Restaurant

Nettes Gartenrestaurant mit guter nationaler Küche. Das Restaurant ist auf Touristen ausgerichtet, aber durchaus einen Besuch wert. Das Essen ist lecker, der Service gut und man kann, ohne Verkehrslärm, im Garten sitzen. 

Nach dem Besuch des Klosters hat man noch den Duft des Essens der Mönche in der Nase und es bietet sich an das Sagaing Hill Restaurant aufzusuchen. Gegen 11:30 Uhr sind noch keine Gruppen vor Ort und man kann gechillt im Garten essen. Wir gehen davon aus, dass es später voll wird, da unglaublich viel Personal vor Ort war. Zu zweit haben wir inklusive Getränk ca. 9,00€ bezahlt.

Öffnungszeiten: 09:00 - 15:45 Uhr

Adresse: Hill Sagaing, Sagaing, Myanmar

Hsinbyume-Pagode oder auch Mya Thein Tan Pagoda

Die strahlend weiße Hsinbyume Pagode aus dem Jahr 1816 bietet einen wunderschönen Anblick und die weißen Wellen laden gerade zu zum Fotoshooting ein. Es macht jede Menge Spaß über, unter und zwischen den Wellen herum zu turnen. Von der obersten Plattform aus hat man eine tolle Aussicht über das Land bis hin zum Fluss und zur Mingun Pagode.

Adresse: Mingun, Sagaing, ca. 42 km nördlich von Mandalay, Myanmar

Mingun Pagode „Mantara-Gyi-Paya“

Die Mingun Pagode oder auch die  größte Ziegelanhäufung der Welt, ist 152 Meter hoch und 72 Meter lang wurde aufgrund eines Erdbebens nur zu Zweidrittel fertig gestellt. Entführte Zwangsarbeiter setzten Ziegelstein auf Ziegelstein um den Traum König Bodawpayas zu verwirklichen. Er wollte in diesem riesigen Koloss eine Zahnrelique Buddhas und die größte Glocke der Welt beherbergen. Man muss die Pagode Barfuß erkunden, was im Schutt nicht ganz einfach ist. 

Direkt gegenüber der Mingun Pagode gibt es den riesigen, ebenfalls vom Erdbeben zerstörten Löwen / Lions of Stone (sehen aus wie Elefanten) zu besichtigen.

Eintritt: kostenlos

Adresse: Mingun, Sagaing, ca. 42  km nördlich von Mandalay, Myanmar

Die Glocke von Mingun

Etwas weiter nördlich der Mingun Pagode befindet sich die Mingun Glocke, mit 90  Tonnen die zweitschwerste intakte Glocke der Welt. Es soll Glück bringen der Glocke einen Ton zu entlocken. 

Öffnungszeiten: 07:00-17:00 Uhr

Adresse: Mingun, Sagaing, ca. 42 km nördlich von Mandalay, Myanmar

Inwa, ehemals Ava 

Inwa, die alte Hauptstadt des früheren Königreiches Ava, erreicht man innerhalb von zwei Minuten per Fähre. Angekommen warten bereits zahlreiche Pferdekutschen auf ihre Gäste. Da die Entfernungen recht groß sind  ist es schwierig Inwa, mit all seinen Sehenswürdigkeiten, zu Fuß zu besichtigen. Da wir nach unserem Aufenthalten auf Gili Trawangan und Gili Air auf keinen Fall eine Pferdekutsche nutzen wollten, haben wir zwei Souvenir Verkäuferinnen gebeten uns zu fahren. Wir hatten mit den beiden jungen Frauen viel Spaß und sie waren sichtlich glücklich, mal etwas mehr Geld zu verdienen und ihren, von so vielen Absagen geprägten Jobs, zu entfliehen.

Inwa selbst ist großartig, die Landschaft ist von Reisfeldern und Palmen geprägt. Überall gibt es Ruinen und Tempel zu entdecken. Wir empfehlen einen Besuch der Insel, auch wenn sie sehr touristisch ist, gerne weiter.

Preis Fähre hin- und zurück: 2.500 Kyat (ca. 1,50€)

Moped pro Person: 10.000 Kyat (ca. 6,10€)

Kutschfahrt: 5.000 Kyat Pro Person (ca. 3,05€)

U Bein Bridge, Amarapura

Ein Touristen Hotspot und „must do“ in der Region Mandalay ist der Besuch der 150 Jahre alten U Bein Bridge. Die 1200 Meter Lange Brücke ist die längste und älteste Teakholz Brücke der Welt. Das Holz stammt vom ehemaligen Königspalast, die Trittbretter  und Balken sind teilweise verfallen und nur notdürftig repariert worden, ein toller Anblick. Die U Bein Bridge ist ca. 12 Kilometer von Mandalay entfernt und führt über den Taughtaman See, dieser liegt in der Nähe von Amarapura. Besonders beliebt ist der Besuch der Brücke zum Sonnenuntergang. Dann finden sich hunderte von Menschen ein, um diesen unvergesslichen Moment mit zu erleben.

Sonnenuntergang an der U Bein Bridge unser Reisetipp

Lass dich mit einem Ruderboot auf den See bringen, von dort aus, kannst du den Sonnenuntergang deines Lebens erleben. Ein atemberaubendes Bild, wenn hunderte von Menschen auf der Brücke entlang spazieren und im Hintergrund kreisrund, in den schönsten Farben, die Sonne untergeht. Es sieht aus als würden die Menschen durch die Sonne laufen, die erst oberhalb der Brücke und später zwischen den Brückenpfeilern einen sensationellen Anblick bietet, während sich die Brückenpfeiler im See spiegeln. Ein unvergessliches Erlebnis.

Es ist sinnvoll vorab ein Boot zu reservieren, da die Anzahl begrenzt ist. Die Bootsführer kennen die beste Stelle um den Sonnenuntergang zu sehen und positionieren ihre Boote entsprechend. Die meisten Boote fahren nach dem Sonnenuntergang direkt an das Ufer zurück, lasst euch unter die Brücke fahren, der Anblick der großteils verwitterten Pfeiler ist klasse.

Preis pro Boot: 15.000 Kyat (ca. 9,00€)

Fazit Tagestour

Unterkünfte


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