Wo fange ich an, eine Stadt zu beschreiben, die von Pagoden, Klöster und Mönchen geprägt ist. Historische Hintergründe, religiöse Zusammenhänge und die kulturelle Vielfalt könnten wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen, ich versuche mich dennoch im folgenden Beitrag kurz zu halten. Trotzdem muss ich Euch an dieser Stelle vorwarnen, dies ist mit Abstand der längste Blogeintrag. Myanmar, das ehemalige Burma oder Birma ist noch nicht so lange für die Außenwelt zugänglich. Wir haben ein Land erwartet, was zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, dass touristisch wenig erschlossen, die Modernität noch nicht deutlich erkennbar, wenig Infrastruktur vorhanden und die Armut sichtbar ist. Wir wussten nicht viel über Myanmar, aber zumindest eins wussten wir, uns werden sehr viele Pagoden erwartet. In Thailand hatten wir in weiser Voraussicht eine Tempel Pause eingelegt, so dass wir wieder neugierig und wissbegierig den Pagoden Marathon starten konnten. In Myanmar sind 90 Prozent der Bevölkerung Buddhisten und in kaum einem anderen Land wird die Religion so sehr zelebriert wie hier. Insgesamt gibt es eine halbe Million Mönche, Novizen und Nonnen in Myanmar. Einige gehen für ihr gesamtes Leben ins Kloster, andere nur einige Monate.