Melaka - Malaysia


In den Blogs und in der Literatur werden verschiedene Schreibweisen für ein und die gleiche Stadt verwendet:

Malakka - deutsche Schreibweise 

Melaka - malaiische Schreibweise

Melacca - englische Schreibweise



Für uns Melaka!

Von den Cameron Highlands sind wir mit dem Bus über Kuala Lumpur nach Melaka gefahren. Und auch dieser Bus war pünktlich, sehr komfortabel und vor allem günstig. Die Sitze waren so breit, dass zwei darauf Platz gehabt hätten und WiFi funktionierte besser als in so manchen Unterkünften. Die ersten eineinhalb Stunden, den Berg hinunter - immerhin waren wir auf 1500 m Höhe -  verliefen serpentinenartig und selbst wir, die normalerweise immun gegen Übelkeit sind, kamen etwas ins Schwanken. Nachdem wir wieder auf Normalhöhe angekommen waren, verlief die restliche Fahrt sehr angenehm. Wir konnten schlafen, schreiben und im Internet recherchieren, eine sehr kurzweilige Fahrt. So macht Bus fahren Spaß!

Nach zwei Stunden kamen wir am Busbahnhof in Melaka an und eine halbe Stunde später waren wir bereits im Hotel. Das Zimmer war riesengroß und wir hatten eine Terrasse mit Whirlpool. Wie fast immer folgte nun die Prozedur: Rücksäcke leeren, Klamotten verstauen, einen Kaffee trinken und die Worte "Herzlich Willkommen", die für uns zum Ritual geworden sind. Melaka begrüßte uns mit schwül warmen 32 Grad. In den Cameron Highlands war es so kalt und feucht, dass wir kurz vergessen hatten, wie es sich anfühlt, wenn wir durchgeschwitzt und atemlos sind. Die Lage des Hotels war super. Zu unserer Rechten befand sich das Little India, entlang des nahegelegenen Flusses waren wir in wenigen Minuten im Zentrum der Altstadt und um uns herum befand sich alles, was wir zum täglichen Leben benötigten. Alles war fußläufig zu erreichen. Prima!

Melaka im Südwesten Malaysias ist eine zauberhafte Küstenstadt und nur 140 Kilometer von Kuala Lumpur entfernt. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel insbesondere für die Malaisen. Die Altstadt von Melaka wurde gemeinsam mit George Town 2008 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, „als außergewöhnliches Beispiel für multikulturelle Handelsstädte in Ost-und Südostasien". Wie auch in George Town waren in Melaka zuerst die Chinesen, später die Portugiesen, danach die Holländer und schließlich die Briten. Daraus ist ein sehr interessanter Mix aus Kultur und Architektur entstanden. Wir haben vom Taxifahrer erfahren, dass in Melaka jeden Freitag bis Sonntag Nachtmarkt in der "Joker Street" ist. Da wir an einem Sonntag angereist waren, stand unser Ziel fest, denn wenn es einen Nachtmarkt gibt, dann sind wir da. Nachdem wir frisch und gestärkt waren, führte uns der Weg am Fluss entlang direkt in die Jonker Street. Bevor wir uns in das für Nachtmärkte übliche Getümmel stürzten, tranken wir noch einen leckeren Mango Lassi in einem der vielen kleinen am Flussufer gelegenen Cafés. Die Stadt hat uns sofort in ihren Bann gezogen und erinnerte uns ein wenig an George Town, nur viel bunter. Die meisten Hausfassaden sind kunterbunt bemalt, wodurch die Stadt auf Anhieb fröhlich und belebt wirkt. In der Joker Street befinden sich viele Restaurants und Geschäfte, die aber, wenn Nachtmarkt ist, kaum als solche zu erkennen sind. Und wie erwartet herrschte in der Jonker Street richtig Trubel, der sich glücklicherweise nur auf das Wochenende beschränkt. Für die Abende des Nachtmarktes ist die Jonker Street für Autos gesperrt, wir mussten uns daher nur einen Weg durch die Menschenmassen bahnen mussten. Wir hätten gerne viele malaiische und chinesische Köstlichkeiten probiert, aber leider fing es zu regnen an und die vielen Regenschirme auf Augenhöhe hinderten uns daran, die Atmosphäre weiter zu genießen. Schade, wir wären gerne länger geblieben.

Als der Regen nachließ, machten wir uns auf den 10minütigen Weg zu einem überdachten Food Court. Dort standen wir vor einer guten Auswahl leckerer Gerichte. Wir mussten nicht lange überlegen und entschieden uns beide für Thai Küche. Es ist so schön einfach. Man bestellt bei einem Stand das gewünschte Gericht, setzt sich an einen Tisch, wird versorgt mit Getränken und prompt kommt das Essen. Das Chicken Curry war fantastisch, die Schärfe unserem europäischen Gaumen angepasst und der Preis unschlagbar günstig. Wir lieben es, die einheimische Küche gemeinsam mit den Lokals im Food Court zu genießen. Das war ein toller erster Tag in Melaka. Diese Stadt mochten wir, das war sehr schnell klar.

Am nächsten Morgen suchten wir uns ausgeschlafen und voller Tatendrang ein nettes Kaffee zum Frühstücken, welches unseren Vorstellungen von einem leckeren Frühstück entsprach, also keine warme Mahlzeit zu so früher Stunde. Nach vier Monate Südostasien, bereitet mir die Vorstellung, am Morgen warm zu essen immer noch Probleme, wohingegen Nicole den Tag auch mit Nasi Goreng beginnen könnte. Gestärkt machten wir uns auf den Weg in die Jonker Street, die wir am Vortag wegen des Nachtmarktes schon kennenlernen durften. Hier schien es alles zu geben, also der perfekte Ort, den Einkauf zu beginnen. Wir hatten einige Dinge auf unserer To-Do-Liste, die es galt abzuarbeiten und nicht länger aufzuschieben. Erstens, wir benötigten dringend Kofferanhänger, denn wie es scheint, werden diese auf Reisen sehr in Mitleidenschaft gezogen. Zweitens, wir wollten eine neue Selfiestange kaufen, denn unsere erste, in Bali gekaufte Stange, hat uns nicht lange ihren Dienst erwiesen. Drittens, wir mussten uns entscheiden. Entweder Friseur oder sehr viele Monate Mütze tragen? Bei über 30 Grad mit Mütze herumzulaufen, war keine echte Option, also stellten wir uns der Herausforderung. Zunächst kauften wir also Kofferanhänger in einem Souvenirladen, den wir normalerweise eher meiden würden. Anschließend kauften wir eine echt coole Selfiestange in einem Fachhandel mit sehr netter und kompetenter Beratung, in der Hoffnung, dass diese etwas länger funktionieren würde als die vorige. Und dann kam der schwierigste Teil, ein recut in Malaysia. Gegenseitige Beschwichtigungen "so schlimm ist es doch noch gar nicht, lass uns das Haare schneiden verschieben" verloren an Bedeutung, als wir uns vorstellten, wie in Laos Haare geschnitten werden. Es duldete keinen Aufschub, also suchten wir im Internet nach einem Friseur mit guten Bewertungen. Gesagt, getan, eine halbe Stunde später brachte uns Grab zum Friseur. Wir wurden freundlichst empfangen und sehr schnell - und das ohne Voranmeldung - bedient. Mir wurden die Haare von einer Dame mit Mundschutz geschnitten und erst nach dem Schneiden gewaschen. Nicole erging es ähnlich, obwohl der Mann, der ihr die Haare schnitt, keinen Mundschutz trug. Andere Länder, andere Sitten?! Was sollen wir sagen, wir tragen keine Mützen und haben auch nicht viel Geld bezahlt. Der Schnitt: "geht so"! Auf den Schrecken brauchten wir erst einmal ein Bier, was wir nach wenigen Minuten in den Händen hielten. Und wie sollte es auch anders sein, es fing mal wieder an, wie aus Kübel zu gießen. Haare schneiden lassen, macht hungrig, so ließen wir uns von Grab in die Jonker Street fahren, die wir mittlerweile ganz gut kannten. Da wir mal wieder auf unsere Regencapes verzichtet und wie üblich keinen Schirm dabei hatten, suchten wir das erstbeste Lokal auf. Zufällig sind wir in einem vielfach empfohlenen Lokal gelandet und das Essen war ok, aber letztendlich ein Touristen Restaurant. Trotzdem war es ein erfolgreicher Tag. Die To-Do-Liste hatte wir abgearbeitet. Großartig!

Mundschutz? Kann die Dame vielleicht keine Europäerinnen riechen?:-)

Kofferanhänger! Echt süß, oder?:-)

Hightech Selfiestange! Gibt es dafür auch ein Tutorial?


Wir sind geborene Frühaufsteher, egal wo wir sind, wachen wir gegen 7 Uhr auf. Großartig, denn auf diese Weise erleben wir die Orte für ein paar Stunden ohne Trubel und ohne die vielen, oftmals sehr nervigen, chinesischen Touristen, die in Scharen in Bussen angekarrt werden. Außerdem lieben wir die frische Luft, die zu dieser Jahreszeit nur am Morgen für wenige Stunden zu genießen war. Gegen Mittag wurde es so heiß in der Stadt, dass wir gerne klimatisierte Räume aufsuchten. Für ein Frühstück war es uns an diesem Tag noch zu früh, so dass wir erst einmal einen schönen langen Spaziergang entlang des Flussufers machten. Fast jedes Haus hat Wandmalereien an seiner Fassade und strahlt Lebendigkeit aus, ein fröhlicher Anblick, wie wir finden. Uns gefiel die Stadt sehr. Als wir eigentlich kehrt machen wollten, entdeckten wir eine Shopping Mall. Die klimatisierten Räumlichkeiten waren eine dankbare Erfrischung bei der schwül heißen Luft, die sich langsam bemerkbar machte. Da wir nur eine begrenzte Auswahl an Klamotten im Gepäck haben, war unser Wunsch groß, das eine oder andere Stück nach vier Monaten auszutauschen. Insbesondere unsere T-Shirts hatten an Farbe und Form verloren, was ein wenig der Laundry in Südostasien geschuldet ist, denn diese sind nicht unbedingt mit einer europäischen Reinigung zu vergleichen. Nach dem erfolgreichen Einkauf von jeweils zwei T-Shirts, machten wir uns auf die Suche nach dem Café Nest, was für gutes Frühstück bekannt ist. Das Frühstück war sensationell, das beste seit vier Monaten! Richtiges Brot (so etwas bekommt man eigentlich nicht in Malaysia), das liebevoll mit Avocado und Ei belegt war und dazu ein frischer Saft! Fantastisch!

Gesättigt und energiegeladen setzten wir unseren Streifzug durch die Stadt fort, denn noch immer war es trocken. Wir gingen zur Jonker Street, um die von Nicole am Vortag gekaufte Tasche umzutauschen, weil dessen Reißverschluss sich in Einzelteile zerlegt hatte. Den Fehler der Verkäuferin zu erläutern, erwies sich schwieriger als gedacht, denn aufgrund der extrem lauten Musik im Laden, war eine normale Konversation nicht möglich. Auf die Bitte, die Musik vielleicht etwas leiser zu stellen, wurden wir grimmig angesehen und der defekten Tasche wurde keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Stattdessen erklärte uns die mürrische Verkäuferin, dass alle neuen Taschen einen „kaputten“ Reißverschluss aufweisen. Was sollte uns das sagen?! Nicole schnappte sich einfach eine neue Tasche und wir verließen postwendend den Laden. Da die verärgerte Verkäuferin nicht hinter uns her gelaufen kam, konnten wir davon ausgehen, dass diese Art der Problemlösung wohl die beste bzw. einfachste war. Etwas so unfreundliches haben wir lange nicht erlebt. Gegen Mittag fing es dann wie erwartet an zu regnen. Kaum zu glauben, aber wir hatten tatsächlich mal unsere hübschen Regencapes dabei, so dass wir einigermaßen trocken im Hotel ankamen. Leider hat es an diesem Tag nicht mehr aufgehört zu regnen und wir verbrachten den Tag mehr oder weniger im Hotel, was aber nicht das schlechteste war, denn die Zeit konnten wir gut für den Reiseblog gebrauchen. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber uns fehlt Zeit! Wir nehmen uns immer wieder vor, die Orte etwas langsamer angehen zu lassen, aber unsere Neugierde  ist zu groß und es gibt einfach viel zu viel zu entdecken. Wie das die Profi Blogger machen, bleibt für uns ein Rätsel. Die meisten scheinen im Nachhinein zu berichten, aber wir wollen Euch gerne zeitnah berichten und Euch während der Reise mit vielen Geschichten unterhalten und hoffentlich nicht langweilen. Uns macht das Schreiben riesengroßen Spaß und gibt uns die Möglichkeit, das Erlebte zu verarbeiten. Eben ein Tagebuch, das wir gerne mit Euch teilen. Der Regen hielt für den Rest des Tages an.

Als unser Hunger nicht mehr zu unterdrücken war, musste uns irgendetwas einfallen, diesen zu stillen, ohne klitsch nass zu werden. Kurz hatten wir daran gedacht, uns von Grab beliefern zu lassen, aber das auch schnell wieder verworfen. Wir wollten lokale Küche in authentischer Umgebung genießen. Und bei dem Gedanken fiel uns ein, dass wir täglich mehrfach an einem gut besuchten Inder um die Ecke des Hotels vorbeikamen, den es jetzt galt aufzusuchen. Das Essen war fantastisch. Auf Bananenblättern wurden uns unglaublich leckere Köstlichkeiten serviert und dazu gab es einen Mango Lassi. Und das alles für unfassbar wenig Geld. Ende gut alles gut, mit der Art von Sättigung und Abschluss des Abends konnten wir gut schlafen und vom Sonnenschein träumen.

Den letzten Tag in Melaka wollten wir wieder früh beginnen, wir hatten die stille Hoffnung, dass wir zumindest am Morgen und vielleicht auch noch am Vormittag vom Regen verschont bleiben. Während wir unseren ersten Kaffee auf der Terrasse genossen, riss der Himmel auf und unsere Freude hätte nicht größer sein können. Schnell geduscht und schon waren wir wieder in der Stadt. Auch in Melaka waren wir auf der Suche nach Street Art, wenngleich diese auch nicht mit der von George Town zu vergleichen war. Trotzdem wollten wir sie zumindest gesehen haben. In einer kleinen Gasse wurden wir fündig. Im Unterschied zu George Town, waren alle Bilder in einer Gasse zu finden und nicht verstreut in der Stadt zu entdecken. Die Kunstwerke sind längst nicht so beeindruckend wie die in George Town, aber für den Fund hatten wir trotzdem einen Kaffee verdient. Großartiger Start in einen vielversprechenden und sonnigen Tag. 

Noch stand uns der Sinn nicht nach Frühstück, so begaben wir uns weiter auf den Spuren dieser wundervollen Stadt. George Town wie auch Melaka sind ein Vorbild für das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen. In der Altstadt sind Kirchen, Moscheen, Pagoden und diverse Tempel gleichermaßen zu finden, teilweise stehen sie sogar friedlich direkt nebeneinander. Für uns immer wieder ein beeindruckender und faszinierender Anblick. Wir haben uns einige Gotteshäuser angesehen, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Von schlicht und kühl bis verschnörkelt, kitschig und bunt. Eine sehr bunte Mischung von Gotteshäusern. Das hat uns sehr gefallen. 

Anschließend besichtigten wir die Ruinen der Saint Pauls Kirche, die sich etwas erhöht auf dem gleichnamigen Hügel befindet. Unser Weg führte uns über den sogenannten roten Platz. Die komplett in rot gehaltenen Bauwerke sind ein Überbleibsel der holländischen Kolonialzeit und bereits mehrere Jahrhunderte alt. Dieser Platz wird durch das Stadthuys, die Christ Church und den Clocktower bestimmt. Das Stadthuys existiert seit 1650 und war viele Jahre lang das offizielle Rathaus Melakas.

Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir die zahlreichen, sehr bunt und schrill dekorierten Fahrrad-Rikschas gesehen haben. Sie fahren entweder mit laut dröhnender Musik durch die Straßen oder stehen aufgereiht blinkend und leuchtend nebeneinander. So auch in extremer Form auf dem roten Platz. Für uns teils ein amüsanter Anblick, teils aber auch sehr lästig, weil sie in Scharen laut durch die Stadt fahren. In Yogyakarta haben wir das Rikscha fahren lieben gelernt, weil es sich um motorisierte handelte, hier hingegen wirkte das Angebot eher abschreckend auf uns. 

Unser ganz besonderes Interesse galt allerdings dem Stadthügel Bukit Saint Pauls. Vom roten Platz konnten wir direkt über einige Treppenstufen hoch auf den Saint Pauls Hill gehen. An der Spitze befindet sich die alte Kirche, die seit 150 Jahren nur eine große steinerne Ruine ist. Die Kirche wurde von den Portugiesen errichtet, allerdings im Laufe der Jahre und vor allem nach dem Wechsel der Besetzer nicht mehr Instand gehalten. Der Anblick war toll und wir lieben es, uns in alten Gemäuern aufzuhalten. Glücklicherweise waren zu so früher Stunde die Busladungen von chinesischen Touristen noch nicht so weit vorgedrungen, so dass wir fast alleine an diesem für uns so wundervollen Ort waren. Das Licht war fantastisch und unser Spaß riesengroß.

Nach dem vielen Staunen und Entdecken packte uns der Hunger und wir besuchten noch einmal das gleiche Café wie am Vortag, um das fantastische Frühstück ein erneutes Mal in vollen Zügen zu genießen. Wer weiß, was nach Melaka kommt?! Gesättigt und gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Melaka River, denn nun stand eine Bootsfahrt auf dem Programm. Wir kauften uns die Tickets und gesellten uns zu den anderen wartenden Fahrgästen, die auf aufgereihten Holzbänken in einem mit Band abgetrennten Bereich saßen. Etwas übertrieben für unseren Geschmack, aber der Tourismus hat auch in dieser Stadt vollen Einzug erhalten. Kurz nachdem das Boot dann ablegte, machte es plötzlich einen Stopp und wir trauten unseren Augen nicht, als wir auf den Steinen am Flussufer riesengroße Warane sehen konnten. Großartig, so konnte die Fahrt gerne weitergehen. Wir konnten die bunten Fassaden und dekorierten Häuserwände vom Wasser aus auf eine ganz neue Art genießen. Uns hat die kurzweilige, aber doch interessante Fahrt mit dem Boot sehr gefallen. 

Sightseeing in der Hitze macht müde. Wir legten eine Pause im Hotel ein, obwohl noch immer Sonnenschein war. Nicole hat sich ein Bad im kalten Whirlpool gegönnt und ich habe die vielen Fotos vom Tag gesichtet und gespeichert und danach sogar schon mit dem Packen meines Rucksackes begonnen, ich bringe es gerne hinter mich. Einpacken macht definitiv weniger Spaß als Auspacken. 

Gegen 17.30 Uhr packte uns dann aber schon wieder die Unruhe. Wir wollten unbedingt noch die Moschee im Wasser anschauen und am liebsten hätten wir das gerne zusammen mit einem schönen Sonnenuntergang. Wir ließen uns von Grab zu der Moschee bringen, da sie sich etwas außerhalb der Stadt befand. Uns erwartete eine wunderschöne Moschee, die bei Hochwasser wahrscheinlich aussieht, als würde sie auf dem Wasser schwimmen. Um diese auch von innen sehen zu können, mussten wir die Schuhe ausziehen, eine Art Kleid anziehen und ein Kopftuch umbinden, wobei uns eine sehr freundliche und lächelnde Dame beim Ankleiden behilflich war. Nach einer Begehung  der heiligen Hallen suchten wir uns ein schönes Plätzchen, um den Sonnenuntergang und die schöne Aussicht auf die Moschee genießen zu können. Der Sonnenuntergang in Verbindung mit der zauberhaften Moschee hätte nicht großartiger sein können. Einfach atemberaubend, der Sonne zuzusehen wie sie sich vom Tag auf so wunderschöne Weise verabschiedet. Wir konnten uns gar nicht satt sehen, verweilten an diesem besonderen Platz noch eine ganze Weile und genossen die friedliche und besinnlich Stimmung. 

Anschließend ließen wir uns von Grab zu einem indischen Restaurant fahren, das für seine sehr gute lokale Küche bekannt ist. Und wieder war es super lecker. Bisher hatten wir nicht verstanden, warum die Leute so sehr von dem für indisches Essen so bekannten Naan schwärmen, aber nach dem Besuch dieses Inders war es uns klar. Naan ist einfach super leckeres Brot!

Auf dem Rückweg ins Hotel haben wir noch einen letzten Spaziergang entlang am Fluss entlang gemacht. Die Stadt erscheint am Abend noch einmal in einem ganz besonderen Licht.

Melaka ist für uns eine der interessantesten und schönsten Orte Malaysias und aus sehr gutem Grund Weltkulturerbe. Die Stadt hat sehr viel Charme und ist ein perfekter Ort, um das typischen Flair Malaysias zu erleben. Der Aufenthalt war nicht geplant und umso dankbarer sind wir den Einheimischen, die uns diesen Ort empfohlen haben. Es hat uns riesengroßen Spaß gemacht, einfach durch die Straßen Melakas zu schlendern und uns treiben zu lassen. Wir haben unglaublich viel gesehen, fantastisch gegessen und den Ort lieben gelernt. Nun geht es zurück nach Kuala Lumpur und dann schon recht schnell nach Laos. Danke Melaka für die wundervolle Zeit:-).

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