Bali - Ubud

Die Anreise nach Ubud verlief reibungslos, auch wenn wir durch eine geänderte Flugverbindung länger und unbequemer unterwegs waren als geplant. Solange es keine Flugausfälle gibt, sind wir zufrieden und glücklich und bleiben gelassen. Am Freitag, 23. August, sind wir gegen 23.30 Uhr in Sami's House in Ubud angekommen. Nach einer kurzen, aber sehr herzlichen Begrüßung, tauchten wir sehr schnell ins Schlummerland ein. Die Besitzer (Mutter Sami und Tochter Ayu) des kleinen Guesthouses waren ausgesprochen lieb, zugewandt und voller Lebensfreude. Unsere Unterkunft lag in einer sehr ruhigen Gasse, von der belebten Hauptstraße war nichts zu hören und zu sehen, eine wahre Oase, die wir immer wieder gerne für ein paar Stunden Erholung aufgesucht haben. Mit jedem Tag länger in Ubud wurde uns bewusster, wie unglaublich zentral und optimal unsere Unterkunft gelegen war. Die Reisfelder wie auch die belebte City waren nur wenige Meter von uns entfernt. Einfach perfekt für uns, die beides so sehr lieben. Nach vier Wochen Togian Islands war der Aufenthalt in Ubud wie die Rückkehr in die Zivilisation. Das Schlendern durch die sehr belebten Straßen und Geschäfte sowie die erholsamen und beeindruckenden Walks durch die umliegende Landschaft gefielen uns unglaublich gut. Die Stadt ist absolut empfehlenswert und sechs Tage gehen viel zu schnell vorbei. Ayu und ihre Mutter waren nicht nur tolle Gastgeber, Ayu verwöhnte uns auch auf ganz besondere Weise mit ihren wundervollen traditionellen balinesischen Massagen. Eine Stunde lang wurden wir durchgeknetet und unsere müden Körper mit neuer Energie versorgt. Wir kamen gleich zweimal während unseres Aufenthaltes in diesen wundervollen Genuss. Diese Massagen waren für uns die besten Massagen unseres Lebens. Einfach großartig. Terima Kasih Ayu! 

Die Stadt Ubud

Wir haben eine fantastische Zeit verbracht. Sechs aufregende und sehr spannende Tage liegen hinter uns. Zunächst einmal ein paar Worte zur Stadt. Ursprünglich war Ubud einmal die Stadt der Heilkunst und der Medizin. Der Stadtname, der von dem entsprechenden balinesischen Wort Ubad (Medizin) abgeleitet ist, dokumentiert das noch heute. Ubud zählt ca. 34.000 Einwohner, von denen ungefähr 90 Prozent dem Hinduismus zugewandt sind. Die vom Regenwald umgebene Stadt liegt im Landesinneren von Bali ungefähr 30 Kilometer nordöstlich der Inselhauptstadt Denpasar. Tagsüber haben wir die Hauptstraße Ubuds gemieden, da diese von Autos, Mopeds und Reisebussen regelrecht überschwemmt war. Wir mussten uns erst einmal an den Verkehr und die verrückte Fahrweise gewöhnen und akzeptieren, dass Fußgänger, die aufgrund der schmalen Gehwege auf die Straße ausweichen, Gefahr laufen, von Autos und vor allem von Rollern angefahren zu werden. Wollten wir also tatsächlich mal die Straßenseite wechseln, hatte es keinen Sinn, zu warten bis die Straße frei war, wir mussten einfach loslaufen und davon ausgehen, dass wir irgendwie lebend auf der anderen Straßenseite ankommen. Alle Straßen, ob groß oder klein, sind gesäumt von unglaublich schönen hinduistischen Tempeln, entweder waren sie direkt am Straßenrand oder in den Hinterhöfen zu finden. Am liebsten sind wir durch die vielen kleinen Seitengassen geschlendert, wo viele schöne Geschäfte und Boutiquen, Restaurants, Warungs und Cafés zum Verweilen einluden. Auch der Markt war ein Besuch wert und das rege Treiben nett anzusehen. Hier wurden wir nicht nur durch Worte zum Kauf animiert, nein, wir wurden an die Hand genommen und haben im Sekundentakt neue und günstigere Preise offeriert bekommen. Eine Ablehnung kam eigentlich nicht in Frage. Das von uns am häufigsten verwendete Wort war "nanti", was so viel heißt, wie "später", um aus den Fängen der Verkäufer zu entkommen. Auffällig in der Stadt war der überall vorherrschende Geruch nach Räucherstäbchen. Hauptsächlich wurde dieser verursacht von den vielen liebevoll dekorierten Opfergaben, die die Bewohner vor ihren Häusern, auf den Gehwegen oder auf den Mauern platzierten. Überall waren die aus Palmblättern geflochtenen kleine Körbe zu finden, man musste beim Gehen wachsam sein, um diese nicht aus Versehen zu zerstören. Es ist beeindruckend, wie viel die Balinesen jeden Tag geben, obwohl sie selbst nicht viel haben. Sie glauben an Götter und Dämonen, wobei die Götter in den Bergen wohnen und die Dämonen im Meer. Die Balinesen sehen es als ihre Aufgabe, mit Opfergaben die Götter günstig zu stimmen und die Dämonen zu vertreiben. Immer wieder waren wir fasziniert von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Indoneser, sie haben immer ein Lächeln im Gesicht.

Was haben wir in Ubud als Touri so getrieben?

Einer unserer ersten Unternehmungen war der Monkey Forest. Wenn ihr uns fragt, ein absolutes Muss. Er befindet sich direkt in der Stadt, für uns mit einem Fußmarsch von etwa 15 Minuten verbunden. Ein schönes Areal mit ungefähr 220 Affen, die interessant zu beobachten sind und drei heiligen Tempel. Die Affen hier sind sehr an die Menschen gewöhnt und kamen uns sehr nahe, was sicher daran liegt, dass sie von den Wärtern gefüttert werden und hier täglich viele Touristen ein- und ausgehen. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, durch den wunderschönen Wald zu schlendern.

Monkey Forest

Ricefield Walk "Japan Kajeng" und "Campuhan Ridge Walk"

Wenn wir mal von Scootern und Touristenmassen genug hatten, machten wir uns auf eigene Faust auf den Weg in die Natur. Wir mussten uns nur wenige Meter von der Hauptstraße entfernen und waren umgeben von einer unvorstellbaren Ruhe und atemberaubenden Landschaft. Wir schlenderten stundenlang auf einem immer schmaler werdenden Pfad durch die Reisfelder und ließen einfach mal die Seele baumeln. Nur gelegentlich begegneten wir Verkäufern, die ihre Handwerkskunst verkauften und kamen an kleinen Warungs vorbei. Das waren herrliche und erholsame Spaziergänge, die gefühlt endlos weit entfernt von der Stadt waren. Der Campuhan Ridge Walk war ein ebenso schöner Wanderweg im Herzen von Ubud. Wir schlenderten etwa 3 Kilometer stetig bergauf und waren umgeben von satt-grüner Natur. Insbesondere die Ausblicke in die umliegenden Dschungellandschaft und auf die Reisfelder haben auch diesen Spaziergang zu etwas ganz Besonderem gemacht. Vor allem in den frühen Morgenstunden trafen wir an diesen Orten nur sehr wenige Touristen und Mopeds, was neben dem Stadtleben eine wohltuende Abwechslung war. Natürlich kehrten wir immer wieder in die am Wegesrand gelegenen Warungs ein und genossen mit einem leckeren balinesischen Kaffee oder frischen Fruchtsaft oder mit beidem den wunderschönen Ausblick.

Fotos Ricefield - Walk

Fotos Ridge - Walk

Kaffee Luwak Farm

Den Besuch der Kaffee Luwak Farm, die sich in der Nähe von Ubud im Bezirk Badung befindet, hat uns nicht besonders gut gefallen. Kaum angekommen, waren wir schon in einer Führung gefangen. Zunächst wurde uns ein Gehege mit den für den Kaffee so bekannten Katzen gezeigt, was ganz sicher keiner artgerechten Tierhaltung entsprach. Ok, hoffentlich geht das nicht so weiter, dachten wir uns. Anschließend wurde uns gezeigt, was mit den Bohnen gemacht wird, nachdem die Katzen sie ausgeschieden haben. Nachdem uns anschließend die Kaffeeherstellung auf schnellste Weise erklärt wurde, konnten wir eine Tasse von dem ausgezeichneten Kope Luwak trinken, dem teuersten Kaffe der Welt und viele andere Sorten umsonst probieren. Die Kaffeeverköstigung fand direkt vor einer großen Auswahl an verschiedenen Schaukeln statt, unter anderem die bekannte Bali Swing. Hier entstehen die so beliebten Instagram-Fotos, die ein idyllisches Schaukeln vor traumhaften Kulisse zeigen und es aussehen lassen, als wäre die Person auf der Schaukel alleine an diesem schönen Ort gewesen, was natürlich nicht der Fall war. Aufgrund des hohen Preises für das einmalige Schaukeln, haben wir uns gegen das so beliebte Event entschieden, was uns die Dame der Führung sichtlich krumm genommen hat. Am liebsten hätte sie uns nach dieser Absage gerne direkt zum Ausgang begleitet, aber diesen Gefallen taten wir ihr nicht. Wir verweilten noch einige Zeit an diesem Ort und beobachteten mit Freude, die vielen schaukelnden Damen, die sich extra für das eine Foto in Schale geschmissen hatten. Der Mann hatte die Aufgabe, die Frau in sämtlichen Posen im perfekten Licht vor der einzigartigen Kulisse auf bestmöglichste Art zu fotografieren. Wau, welch verantwortungsvolle Aufgabe, wenn man bedenkt, dass es nur das eine wirklich richtige Foto zu geben scheint.

Reisterrassen von "Tegalalang"

Die berühmten Reisterrassen von Tegalalang liegen nur eine halbe Stunde von Ubud entfernt und sind aufgrund ihrer Nähe zu Ubud ein beliebtes Ausflugsziel. Reisterrassen werden von den Einheimischen als Himmelstreppen zu den Göttern genannt und so sehen sie auch aus. Sie liegen unmittelbar an der Hauptstraße hinter den kleinen Verkaufsständen der Einheimischen, die ihre handgefertigten Produkte aus dem Dorf verkaufen. Wir haben diesen besonderen Ort in den Morgenstunden besucht und hatten das große Glück, diesen nur mit wenigen Touristen teilen zu müssen. Auch hier war zu beobachten, wie viel Aufwand betrieben wird, um ein perfektes Foto zu machen. Zwei Fotografen, die etwa eine Stunde an ein und dem gleichen Ort, damit beschäftigt waren, ein Brautpaar in perfekter Pose auf die Linse zu bekommen. Für uns war es ein sehr amüsanter Anblick, da dem Brautpaar deutlich anzusehen war, wie angestrengt sie die eine Pose immer wieder einnehmen mussten. Spaß haben sieht anders aus. Für uns war der Blick über die steil abfallenden satt-grünen Terrassen atemberaubend. Wir folgten den hübsch angelegten Pfaden, die uns über die Terrassen immer weiter nach oben führten. Egal, wo wir uns befanden, der Ausblick war gigantisch. Wir haben versucht, die unterschiedlichsten Farben auf Fotos festzuhalten, aber entscheidet selbst, ob uns das gelungen ist. Auch an diesem besonderen Ort sind die für Instagram-Fotos so beliebten Bali Swings zu finden. Wir konnten die Gunst der Stunde nutzen und Fotos in einem hängenden Korb machen, der zu dieser Stunde noch frei zugänglich war. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden hat sich absolut gelohnt. Wir waren begeistert. 

Wassertempel "Pura Tirta Empul"

Besondere Orte auf Bali sind die Wassertempel. Den ersten Wassertempel, den wir besucht haben, war der Pura Tirta Empul („heilige Quelle“), der größte, älteste und wichtigste hinduistische Wassertempel auf Bali. Er liegt inmitten des mit Regenwald bewachsenen Hochlandes und gehört zu den neun Staatstempeln. Dieser Wassertempel liegt nördlich von Ubud und der besondere Reiz des Ortes geht von der heiligen Quelle aus. Hinduistische Gläubige kommen regelmäßig hierher, um sich zu reinigen und von Krankheiten und sonstigen Problemen zu befreien. Um die volle Heilungskraft zu erhalten, vollziehen die hinduistischen Gläubigen das Reinigungsritual unter allen 20 Quellkrügen. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren die Quellbecken regelrecht überfüllt. Sowohl Einheimische als auch viele Touristen vollzogen das Reinigungsritual. Wir hingegen waren noch sehr verunsichert und haben dieses Ritual nicht mit den Einheimischen geteilt. Erst im Nachhinein haben wir erfahren, dass das Besondere an diesem Ort ist, dass auch Nichtgläubige im heiligen Quellwasser baden dürfen. Selbstverständlich mussten wir uns einen Sarong, ein feierliches Tuch, um die Hüften binden. Dieses Tuch ist in allen Tempelanlagen ein „Muss“. Der Ort war für uns sehr inspirierend und interessant, aber leider auch sehr überlaufen. 

Wasserfall "Tegenungan Wasserfall"

Den bekannten Tegenungan Wasserfall, der ungefähr sechs Kilometer südöstlich von Ubud entfernt ist, haben wir nur aus der Ferne angesehen. Die vielen Touristen, die uns bereits bei unserer Ankunft entgegenkamen, schreckten uns ab, so dass wir uns damit begnügten, den spektakulären Ausblick auf den Wasserfall von einem Restaurant zu genießen. Trotz vieler Touristen bietet der Wasserfall eine wundervolle Kulisse, die es durchaus lohnt anzusehen.

Rafting im Ayun River

Angekommen am Zielort, wurden wir mit Weste, Helm und Paddel bewaffnet und mussten endlos viele Stufen in eine Schlucht hinabsteigen. Der Abstieg in die Schlucht hat uns den Atem geraubt. Durch dieses unfassbar schöne Tal sollte die Tour gehen?! Ein genialer Start. So sollte es dann auch weitergehen. Insgesamt waren wir 10 Personen, die sich auf zwei Boote verteilten. Wir waren mit sechs Personen und einem netten und witzigen Guide in einem Boot. Die Tour war eine gute Mischung zwischen wild und auch mal gemächlich, aber ab und an ging es auch mal richtig zur Sache, so dass das Boot drohte umzufallen. Wir hatten riesigen Spaß, eine echt coole Truppe wie sich während der Fahrt herausstellte. Wildes Geschreie in den Booten und Wasserschlachten zwischen den zwei "rivalisierenden" Booten, natürlich mächtig angeheizt von den beiden Guides. Wir sind an zahlreichen Wasserfällen vorbeigefahren, unter einem konnten wir sogar duschen, was ein riesiger Spaß und für uns ein einmaliges Erlebnis war. Diese Tour war für uns ein unvergessliches Erlebnis. Wir waren vollkommen überwältigt und geflasht und sind es heute noch.

Wassertempel "Pure Gunung Kawi"

Pure Gunung Kawi Sebatu ist ein wunderschöner, in einem grünen Tal gelegener Wassertempel in der Nähe von Ubud. Dieser Wassertempel war wesentlich kleiner und ruhiger als der, den wir zuvor besichtigt haben. Er liegt nur wenige Kilometer von den Reisterrassen entfernt, so konnten wir diese Sehenswürdigkeiten sehr gut miteinander verbinden. Wir waren auch hier relativ früh am Tag und konnten die ganz besondere Atmosphäre einer Tempelanlage genießen. Die wunderschöne Tempelanlage faszinierte uns auf Anhieb. Wir konnten zusehen, wie Frauen die Opfergaben sorgfältig und in Andacht platzierten und wie eine Einheimische, dem Waschritual nachging. Beeindruckende Stille umgab uns. Der Tempel wurde zu Ehren von dem Gott des Wassers errichtet. Für uns war der Besuch dieses Tempels etwas ganz besonderes, weil wir nur von Einheimischen umgeben waren. Hier gab es mehrere Wasserbecken mit „heiligem Wasser“, deren Wände mit schönen Verzierungen versehen waren. Die große Quellbecken ist das Heiligtum des Tempels. Sie dienen den Einheimischen zu rituellen Reinigungszwecken. Auf dem wunderschön angelegten Tempelareal konnten wir viele schöne mit Schnitzereien verzierte Pavillons entdecken. Einige waren für Opfergaben bestimmt und andere waren Räume des Gebetes und der Meditation. Wunderschön anzusehen, da sie golden, bunt und verziert waren. Jeder hatte seinen eigenen ganz besonderen Charme. Direkt neben der Haupttempelanlage konnten wir die öffentlichen Badebecken entdecken, die streng nach Männer und Frauen getrennt waren. Uns umgab eine sehr friedliche und freundliche Stimmung. Hier konnten wir tatsächlich das Karma spüren. 

Bergtempel "Pura Bukit Gundul" und Königsgräber "Gunung Kawi"

Die Königsgräber von Gunung Kawi liegen inmitten einer idyllischen Umgebung. Sie sind umgeben von Reisfeldern. Da es sich um eine heilige Stätte handelt, mussten wir einen Sarong um die Beine tragen, den wir mittlerweile immer im Gepäck hatten. Der Weg führte uns 300 Stufen hinunter und an Verkaufsständen vorbei, die neben Kleidung auch zahlreiche Holzschnitzereien anboten. Im Tal angekommen, waren wir wieder einmal fasziniert von der wunderschönen Landschaft. Den Bergtempel "Pure Bukit Gundul" erreichten wir nach einem kleinen Spaziergang entlang der Reisfelder. Durch ein altes Tor und dickes Gemäuer traten wir ein in eine mythische Welt. Vor uns lag eine uralte vermooste Felswand, deren fortgeschrittenes Alter deutlich zu erkennen war. In den Steinwänden waren die Überreste des Tempels zu erkennen. Zurück des Weges und fasziniert von den Kontrasten zwischen satt-grünen Reisfeldern und uralten Felswänden, folgten wir dem Hauptweg zu den Königsgräbern "Gunung Kawi", Gräber, die in eine riesige Felswand geschlagen wurden. In den hübschen Grabstätten, die erst vor 100 Jahren wiederentdeckt wurden, ist eine alte balinesische Königsfamilie begraben. Der Anblick war atemberaubend und auf Fotos kaum festzuhalten. Diesen von wunderschönen Pflanzen gesäumten Weg folgend, überquerten wir eine alte Brücke, die zum Verweilen einlud. Vorbei an weiteren faszinierenden Gräbern und Quellbrunnen, erreichten wir wieder Reisfelder inmitten der Dschungellandschaft. Der eigentliche Tempel befand sich in der Mitte der Königsgräber. Im Inneren konnten wir den Einheimischen dabei zusehen, wie sie Opfergaben platzierten und andächtig davor niederknieten. Sie waren sehr freundlich und fühlten sich von uns Touris offenbar nicht gestört, was uns immer wieder beeindruckte. Selbst zu dieser Zeit, der absoluten Hauptsaison, war der Ort nicht vom Tourismus überlaufen. Der Bergtempel auf der einen Seite und die Königsgräber, die von Reisfeldern umgeben, auf der anderen Seite, beeindruckten uns auf ganz besondere Weise. Hier verweilten wir gerne ein wenig.

Wasserfall "Tibumana"

Tibumana Wasserfall zählt zu den weniger bekannten Wasserfällen der Insel. Das war unter anderem auch der Grund für unseren Besuch. Am Parkplatz angekommen, mussten wir zunächst circa 100 Stufen hinab durch die wunderschöne grüne Dschungellandschaft steigen und eine Brücke überqueren, um den Wasserfall in seiner ganzen Pracht bestaunen zu können. Viele wunderschöne Blumen in leuchtenden Farben säumten den Weg. Im Vergleich zum letzten Wasserfall war dieser sehr viel kleiner und nur halb so hoch, aber dafür waren nicht ganz so viele Menschen da. Alles wirkte weniger touristisch und viel ruhiger. Unten angekommen, schlupften wir in unsere Bikinis und stürzten uns in das kalte Becken. Das Wasser war angenehm weich und war für uns eine großartige Erfrischung. Bis zu diesem Moment wussten wir mit dem Begriff "weiches Wasser" nichts anzufangen, aber jetzt wissen wir, wie sich dieses auf der Haut anfühlt. Selbstverständlich haben wir wie alle um uns herum, Fotos von uns gemacht. Der Besuch des Wasserfalls inmitten des Dschungels mit der faszinierenden Vegetation haben sich gelohnt, wenn man mal von dem schweißtreibenden Auf- und Abstieg absieht. 

Wir hatten uns immer wieder gewünscht, eine Zeremonie mitzuerleben und wie der Zufall es wollte haben wir eine solche am Vorbeifahren gesehen. 

Im Nachhinein können wir sagen, die wunderschöne lebendige Stadt mit der atemberaubenden Landschaft hat uns sehr gut gefallen. Stille Orte, süße Warungs, Reisfelder soweit das Auge reicht, Ruhe und Abgeschiedenheit, Tradition und Kultur  – all das findet man in Ubud.

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Kommentare: 2
  • #1

    Katrin (Sonntag, 08 September 2019 18:41)

    Kompliment für euren Blog, voll hilfreicher, konkreter Tipps für Traveller und Fotos (wow!) ... zum Fernwehaufrechterhalten für die armen Zuhausebleibenden �!Ich freue mich auf jeden neuen Eintrag! Ihr macht das einfa

  • #2

    Astrid (Freitag, 13 September 2019 12:30)

    Es bleibt faszinierend euch zu folgen! Anschauliche Eindrücke und schöne Bilder - genießt weiter diese Reise und Zeit :o)