Togian Islands - Sulawesi

Weit weg von der Zivilisation liegen im nördlichen Indonesien die Togian Islands, eine aus 56 Inseln bestehende Inselgruppe. Seit 2004 sind die Togian Inseln als Nationalpark deklariert und als Tourist zahlt man bei der Ankunft eine Nationalparkgebühr von 200.000 IDR (ca. 15 EUR), die dafür sorgen soll, dass sich die Natur regeneriert und weiterhin in ihrer Einzigartigkeit bestehen bleibt. 

Die Anreise auf die Togian Islands verlief anders als geplant. Am Vorabend unserer Abreise von Rantepao (Tana Toraja) haben wir von Meyske erfahren, dass die für die Überfahrt vorgesehene Fähre von Gorontalo nach Wakai einen Getriebeschaden hat und bis auf weiteres ausfällt. Wir verfielen kurz in die Schockstarre und sahen unsere heiß ersehnten Tage auf den Togian Islands schwinden. Dieser Zustand hielt allerdings nicht lange an, da Meyske uns kurzerhand den Kontakt zu einem Guide namens Ahrdi in Gorontalo herstellte, der in Windeseile eine Alternative für uns organisierte. Wieder einmal waren wir von der unglaublich großen Hilfsbereitschaft der uns umgebenen Menschen völlig überwältigt. Wir sind wie geplant von Bua nach Gorontalo geflogen und verbrachten dort eine Nacht in einem Hotel, das uns Ahrdi, dessen Office direkt neben diesem Hotel ist, organisiert hatte. In einem sehr netten holländischen Lokal um die Ecke, haben wir die „verlorene“ Zeit genutzt, um zeitnah einen ausführlichen Bericht über die Tana Toraja schreiben zu können. Am nächsten Tag gegen frühen Abend wurden wir von Ahrdi auf die Fähre gebracht, die zwar einem Seelenverkäufer glich, uns aber nach Pagimana bringen sollte. Dank des außerordentlich hilfsbereiten Guides durften wir das große Glück genießen, in der Kaptänskabine zu nächtigen. Bereits vor dem Ablegen sind wir in einen seelenruhigen Schlaf von 9 Stunden gefallen. Eine so angenehme Überfahrt hatten wir uns nicht im geringsten vorgestellt. Nach etwa 11 Stunden sind wir in Pagimana angekommen, wo wir bereits von einem Fahrer erwartet wurden. Dieser hielt sich anscheinend für Schuhmacher und brachte uns in rasantem und teilweise auch sehr riskantem Fahrstil in drei Stunden (eigentlich sollte die Fahrt 4 bis 5 Stunden in Anspruch nehmen) nach Ampana. Von dort sind wir dann schließlich mit dem Speedboot und einem Tag Verspätung glücklich und zufrieden auf den Togian Islands in unserer ersten Unterkunft „Poki Poki“ angekommen. 

Poki Poki, unsere erste Unterkunft auf den Togian Islands

Das Resort Poki Poki liegt im Süden der Togian Islands auf der Insel Batudaka in der Nähe von dem Dorf Bomba. Wir wurden auf sehr herzliche Weise von Nain, dem indonesischen Geschäftsführer, im Poki Poki empfangen und in die Gepflogenheiten des Resorts eingeführt. Nachdem wir mit einem sehr leckeren Essen verwöhnt wurden, haben wir unseren direkt am Strand gelegenen Bungalow bezogen, was bei uns so viel heißt wie, Rucksäcke leeren, Packtaschen deponieren und Bikini anziehen. Am liebsten hätten wir uns nach der langen Anreise direkt in die Fluten gestürzt, aber leider bescherten uns die Gezeiten gerade Niedrigwasser, so dass wir uns erst einmal damit begnügen mussten, vom Steg in ein vom Seegras befreites Areal zu springen. Während unseres Aufenthaltes haben wir immer wieder sehr viele nette Leute kennengelernt, mit denen wir uns bei den drei Mahlzeiten täglich recht schnell gut anfreundet haben. Die Mahlzeiten wurden gemeinsam an einer langen Tafel eingenommen, was für eine sehr gemütliche und schöne Atmosphäre gesorgt hat und man sehr leicht mit unterschiedlichsten Nationalitäten ins Gespräch kam. Jeden Tag wurden wir mit sehr leckerem indonesischem Essen verwöhnt, so dass die angepeilte Bikinifigur weit in die Ferne rutschte. Die Pächter Angie und David, ein unglaublich sympathischen Pärchen aus Deutschland und Österreich, beschäftigen ausschließlich indonesisches Personal, welches sehr herzlich ist und die paradiesischen Verhältnisse vervollständigten. Auf ganz besondere Weise haben alle zusammen für eine tolle und sehr entspannte Atmosphäre gesorgt, die wir sehr schnell zu lieben und zu schätzen gelernt haben. Die acht vorhandenen Bungalows waren durchweg belegt, so dass wir im Laufe der acht Tage sehr viele unterschiedliche Gäste unterschiedlichster Nationalität kennenlernen durften. Das Bier bei Sonnenuntergang, der auf den Inseln bereits gegen 18 Uhr ist, gehörte schnell zu unserem Ritual. Neben fantastischen Schnorchelausflügen mit Guide Uja verbrachten wir die Tage relaxed in der Hängematte, am Strand und mit Schnorcheln direkt beim Poki Poki. Unsere Tage begannen meist schon seht früh, was allerdings dem geschuldet war, dass unsere Äugeln bereits um 21 Uhr müde waren. So ein Leben im Paradies macht ganz schön müde:-), das könnt ihr uns glauben.

Der erste Ausflug zum Schnorcheln war eine Halbtagstour zum Atoll

Wir haben diese Tour mit Rainer und Christina (Gäste von Poki Poki) unternommen. Allein die Fahrt mit dem für die Togians üblichen Holzboot, die etwa 40 Minuten dauerte, war ein Erlebnis für sich. Kaum angekommen, schon sprangen wir mit unseren Taucherbrillen bewaffnet ins Wasser und konnten es kaum fassen, was wir gesehen haben. Wir haben uns gefühlt, als hätten wir unsere Gesichter in ein Aquarium getaucht. Kristallklares Wasser, viele bunte unterschiedlich große Fische und eine Vielzahl von unterschiedlichen Korallen in allen Farbschattierungen, der echte Wahnsinn. Dank Rainer und seiner GroPo haben wir sogar Bilder von dieser wunderschönen Unterwasserwelt. Danke Rainer und Christina!

Unser zweiter Ausflug war ein Dschungelwalk

Wir waren vier Personen, die diese Dschungeltour mit Nain unternehmen wollten. Lange Hosen, viel Wasser und eine Machete waren unsere Wegbegleiter. Das Thermometer kletterte auf 35°C und brachte uns alle schnell ins Schwitzen. Nain, unser Dschungelexperte, setzte immer wieder seine Machete ein, um den Weg, der als solcher nicht erkennbar war, frei zu schlagen. Zwei Stunden liefen wir durch Kokosnussplantagen, vorbei an einer Fledermaushöhle und schließlich zum Dorf Bomba, wo wir von strahlenden Kindergesichtern empfangen wurden. Zurück ging es dann bei Sonnenuntergang auf Grund der einkehrenden Dunkelheit mit dem Boot. 

Unser dritter Ausflug zum Schnorcheln war eine Tagestour nach Pulau Taupan

Unser persönliches Highlight war der Tagesausflug zur Insel Pulau Taupan mit vorgelagertem Riff (Atoll), den wir aufgrund seiner Einzigartigkeit gleich zweimal gemacht haben. Nachdem wir einen ausführlichen Blick ins Aquarium werfen durften, sind wir auf der traumhaften Insel gestrandet, wo Uja, ein äußerst netter und zuvorkommender Guide, für uns einen frischen Fisch gerillt hat und wir währenddessen die Zeit mit Relaxen und Essen verbrachten. Ganz nach dem Vorbild von Robinson Crusoe. Wir hatten das große Glück, dass beim ersten Ausflug unsere Begleiter (Rainer und Christina) auch eine Drohne und eine GoPro dabei hatten und wunderschöne Aufnahmen von oben und unter Wasser gemacht und mit uns geteilt haben. DANKE Rainer und Christina!!!

Den Besuch der Insel Pulau Taupan haben wir noch einmal gemacht. An diesem Tag sind wir gleich mit zwei Booten, jeweils mit vier Personen besetzt, gefahren. Wieder war das Schnorcheln eine reine Farbenpracht. Auch dieser Ausflug war ein unvergessliches Erlebnis, was allerdings in erster Linie mit unseren Begleitern, Verena und Andre, zu tun hatte, da wir uns mit ihnen super verstanden haben. Wir waren uns schnell einig, dass wir auf einen zusätzlichen Schnorchelstopp verzichten und lieber etwas länger auf der Insel verweilen wollten. Auf diese Weise kamen wir in den Genuss einer frischen Kokosnuss. Nicole hat einen Babytintenfisch entdeckt, der sich in all seinen Farben gezeigt hat. Nachdem der Guide den Tintenfisch hochgehoben und wieder ins Wasser gelassen hat, konnte Nicole das Fotoshooting fortsetzen. Auf der Rückfahrt zum Poki Poki wurden wir dann von einem wunderschönen Sonnenuntergang begleitet. Danke Verena und Andre, hat echt Spaß gemacht mit Euch.

Lia Beach Bamboo Resort, unsere zweite Unterkunft auf den Togian Islands

Von Poki Poki sind wir zum Araya, dem Nachbarresort und der Anlegestelle für das Speetboot, gebracht worden. Wie vor jeder neuen Reiseetappe waren wir ziemlich aufgeregt und gespannt, was uns in der zweiten Unterkunft erwartet. Wir sind mit dem Speedboot nach Wakai und anschließend mit einer Fähre, die wieder einem Seelenverkäufer glich, nach Popolii gefahren. Die Fährfahrt dauerte etwa 3 Stunden und war zeitweise etwas unbequem bzw. anstrengend, da wir auf Deck zwischen Eiern, einem Schrank, vielen Kartons und Rucksäcken saßen, was uns unsere Pomuskulatur doch sehr beanspruchte. Trotzdem lies die Fährfahrt unsere Herzen höher schlagen, denn landschaftlich war es wieder einmal überwältigend. Glasklares Wasser, grüne Landschaft so weit das Auge reicht und immer wieder wunderschöne Strandbuchten. 

Angekommen in Popolii wurden wir von Epo, dem Guesthousebesitzer, abgeholt und zur Unterkunft Lia Beach gebracht. Dort wurden wir sehr herzlich von seiner Frau Marion empfangen. Auf Anhieb waren wir von der bezaubernden Unterkunft, bestehend aus nur zwei Bungalows, begeistert. Die Bungalows sind ausschließlich aus Bambus hergestellt und besitzen einen ganz besonderen und einzigartigen Charme. Angekommen in unserem Bungalow, der direkt am traumhaften weißen Sandstrand liegt, wiederholten wir die Prozedur des Ankommens (Rucksäcke leeren, Packtaschen deponieren und Bikini anziehen). Beim gemeinsamen Abendessen lernten wir Erin kennen, eine sehr nette und zugewandte Amerikanerin, die den zweiten Bungalow bewohnte. Es war sofort klar, hier würden wir uns pudelwohl fühlen. 

Wir wurden auch hier wieder 3 mal täglich mit fantastischem Essen verwöhnt. Die Küchendamen Rosa und Merli zauberten wunderbares indonesisches Essen, ein wahrer Gaumenschmaus. Abends gesellten sich Epo und Marian zu uns und wir haben in fröhlicher Runde über den Tag gequatscht, uns kennengelernt und viel gelacht.

Schnorchelausflug zum Reef 6

Wir haben einen wunderschönen Schnorchelausflug mit Epo und Erin zum Reef 6, etwa 15 Minuten vom Resort entfernt, gemacht. Da zu Beginn des Ausflugs noch Niedrigwasser herrschte, haben wir zunächst einen echt coolen Badestopp in einer Lagune gemacht. Das Wasser war atemberaubend und wir hatten das Gefühl in einem riesengroßen Pool zu schwimmen. Epo versüßte unsere Aufenthalte auf dem Boot mit Kaffee und Tee. Wir Mädels hatten viel Spaß und waren begeistert vom Ambiente. Wir konnten uns gar nicht satt sehen, so schön war es. Anschließend sind wir zum Riff gefahren, wo wir mit Schnorchel und Brille in ein neues noch schöneres Aquarium eintauchen durften. Wir waren dort ganz alleine, da dieses Riff ausschließlich vom Lia Beach angefahren wird. Da eine kräftige Strömung vorherrschte, haben wir uns von ihr durch die Welt der Korallen und bunten Fische treiben lassen. Die Strömung hat uns das Gefühl gegeben, dass wir im Wasser fliegen können. Epo sammelte uns an anderer Stelle wieder ein. Diese Prozedur wiederholten wir noch einmal, um die Faszination der Unterwasserwelt ein erneutes Mal erleben zu dürfen. 

Yogastunde mit Marion

Nach langem Überreden und anfänglicher Scheu absolvierte Marion eine Yogastunde mit uns drei Frauen. Für uns war es die erste Yogastunde in unserem Leben. Diese Art von "Verrenkungen" mit Blick auf das Meer hat uns unglaublich gut gefallen. Marion hat uns auf einfühlsame Weise, das Yoga lieben gelernt. Zumindest können wir jetzt den „Baum“ in nahezu perfekter Form. Eine wirklich schöne Erfahrung für uns, die Marion dringend an weitere Gäste weitergeben sollte. Danke Marion.

Die restliche Zeit verbrachten wir direkt am Resort. Wir haben gelesen, geschnorchelt, relaxed in der Hängematte gelegen und vor allem viel und sehr gut gegessen. Nicole hat uns an einem Abend auf Wunsch von Epo mit ihrem legendären Oktopussalat verwöhnt. Dieser stieß bei allen auf große Begeisterung, so dass anschließend Rezepte ausgetauscht wurden. Auch im Lia Beach wurden unsere Augen schon sehr früh müde und mussten sich vom anstrengenden Tag erholen. Diesen wunderschönen Ort haben wir mit Tränen in den Augen verlassen. Es war eine wundervolle Zeit in familiärer Atmosphäre. 

Bahia Tomini, unsere dritte Unterkunft auf den Togian Islands

Vom Lia Beach wurden wir mit einen Privattransfer zum Bahia Tomini gebracht. Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde. Da hinter uns eine herzliche und vertraute Zeit lag und der Abschied mit Traurigkeit verbunden war, waren wir sehr gespannt auf unsere dritte Unterkunft auf den Togian Islands. Als wir im Bahia Tomini ankamen wurden wir von Kike, dem spanischen Guesthousebesitzer, nicht wie gewohnt voller Herzlichkeit, sondern eher ein wenig gleichgültig empfangen. Wir wurden in Kürze in das wunderschön, direkt am Strand gelegene Bungalow eingeführt, uns dann aber schnell uns selbst überlassen. Der Bungalow war überwältigend schön und überzeugte mit einer openair Dusche mit Blick auf den Ozean. Auch hier mussten wir schnell feststellen, dass das Baden aufgrund der Gezeiten und des vorgelagertem Riffs nur schwer möglich war. Das Schnorcheln in dem direkt vor dem Resort gelegenem Riff war hingegen ein echter Traum. Wieder wie ein riesengroßes Aquarium, in diesem Fall, direkt vor der Tür. Bereits beim ersten gemeinsamen Abendessen mit sechs weiteren Gästen wurden wir von der fantastischen Küche überzeugt. Die Gäste hingegen waren leider nicht ganz nach unserem Geschmack, aber bisher wurden wir diesbezüglich auch sehr verwöhnt. Kike hat eine ganz eigene Art mit den Gästen umzugehen. Wir fühlten uns auf Anhieb etwas deplatziert und nicht willkommen. Dieses Gefühl sollte sich in den kommenden Tagen bestätigen und war auch von anderen Gästen gleichmaßen wahrgenommen. Wir machten trotzdem das beste daraus. Bereits am kommenden Tag haben wir erfahren, dass ein anderer Strand (Sera Beach) in 20 Minuten zu Fuß erreichbar ist, der kein Seegras hatte und somit unserer Vollstellung entsprach. So machten wir uns einige Tage auf den Weg dorthin und verbrachten tolle Tage an einem wunderschönen Strand mit kristallklarem Wasser. 

Wanderung nach Malenge

Da wir uns immer mehr nach Bewegung sehnten, haben wir eine Wanderung zum Ort Melange gemacht. Ein wunderschöner Walk, der anfänglich durch die Mangroven und später auf einem deutlich erkennbareren Weg in etwa 1,5 Stunden zum Ort Malenge führte. Dort verweilten wir einige Zeit, kommunizierten mit den Kindern, die gerade von der Schule kamen, versorgten uns mit Wasser und Keksen und traten den Rückweg an. Landschaftlich war es wie immer wunderschön und sehr abwechslungsreich. Wieder im Resort zurück, fühlten wir uns endlich mal wieder etwas ausgepowert. 

Ausflug nach Pulau Papan

Mit einem schnellen Boot sind wir mit Anna Lena und Benedikt (Gäste von Bahia Tomini) und Tina, eine der drei sympathischen Küchendamen in etwa 20 Minuten und mit voll Speed nach Palau Paupan gefahren. Bereits die Fahrt mit dem Flitzer war für alle ein tolles Erlebnis. Wir wurden in einem kleinen Ort vor Pulau Papan rausgelassen und haben einen wunderschönen Spaziergang direkt am Wasser entlang und über eine ein Kilometer lange Brücke, die vorwiegend von den Kindern als Schulweg benutzt wird, in das Dorf Pulau Papan gemacht. Tina hat uns begleitet und uns mit ihrer sehr herzlichen Art der Kommunikation bereichert. Wir sind durch den Ort geschlendert und haben an einem etwas erhöht gelegenen Aussichtspunkt Rast gemacht. In der Ferne konnten wir sogar Delfine sehen. 

Es hätte das Paradies sein können, aber letztendlich steht und fällt dies, gerade bei einem kleinen Guesthouse, mit den Gastgebern. Hier wurden Gäste je nach Laune, vor allem des Besitzers, unterschiedlich behandelt und informiert. Einige haben sich sicherlich sehr wohl gefühlt, andere haben die Tage bis zur Abreise gezählt. Zum Glück haben wir nach zwei Tagen Ausharren sehr nette Leute kennengelernt und konnten unseren Aufenthalt dann doch sehr genießen. Danke Jeanette und Rob, Anna Lena und Benedikt, Katrin, Reinhardt, Alina und Moritz. 

Harmony Bay, unsere vierte und letzte Unterkunft auf den Togian Islands

Wir wurden vom Bahia Tomini nach Wakai, dem Fähranleger, gebracht. Auf der Fähre haben wir zu unserer großen Freude Jeanette und Rob wiedergetroffen, die auf dem Weg nach Ampana waren. Die etwa 2,5 Stunden lange Fährfahrt  war zwar wieder eine sehr unbequeme Angelegenheit, aber Dank des Wiedersehens und vieler netter Gespräche verging sie schnell. In Wakai wurden wir vom Harmony Bay abgeholt und zum Resort gebracht.

Unsere vierte und letzte Unterkunft auf den Togian Islands war das Harmony Bay Resort auf der Insel Kadidiri, Nähe Wakai. Wir bezogen einen Strandbungalow mit einer 15qm großen Terrasse und fühlten uns sehr schnell pudelwohl.

Nach der ersten Übernachtung kam „unsere“ Südtiroler Familie an, die wir bereits im Bahia Tomini kennengelernt hatten. Sie bezogen den Nachbarbungalow. Wir haben uns mit Katrin, Reinhardt, Alina und Moritz richtig gut verstanden, es wurde viel gelacht, gequatscht und auch mal gelästert....herrlich😉.

Auf den Inseln wechseln die Gäste, die nur für kurze Zeit auf den Togian Islands sind, relativ schnell die Unterkünfte. Wir hatten das Glück sieben Nächte im Harmony Bay zu verbringen und die Gruppe passte nach ein paar Tagen perfekt zusammen. Es wurde länger gequatscht, mehr getrunken. Wir hatten eine super schöne Zeit, nicht zuletzt, weil wir Marit und Ricky unsere liebsten Schweizer Freundinnen kennenlernen durften. Innerhalb kürzester Zeit haben wir uns sehr verbunden gefühlt und werden uns ganz bestimmt Wiedersehen! 

Ausflug zum Jellyfish Lake

Vom Resort aus haben wir einen beeindruckenden Ausflug zum Jellyfish Lake und zum Karina Beach gemacht. Anfänglich dachten wir noch: „OK, wir machen den Ausflug.“ Große Erwartungen hatten wir nicht. Ein paar Quallen in einem See, was soll daran so spannend sein? Aber, weit gefehlt! Der Ausflug war absolut beeindruckend. In einem See mit hunderten von winzig kleinen und großen Quallen zu schnorcheln ist der Hammer. Die Quallen haben ihre, für uns giftigen Tentakeln, über die Jahre verloren und sind völlig ungefährlich. Das Erlebnis zu beschreiben ist schwierig ... es ist einzigartig ... am besten hinfahren und machen!

Ausflug zum Karina Beach

Den Karina Beach, der nur zwei Minuten vom Jellyfish Lake entfernt liegt, haben wir gleich an zwei Tagen hintereinander besucht, weil er uns so gut gefallen hat. Der weiße Puderzucker Strand ist traumhaft. Man kann schwimmen und nur wenige Meter vom Strand entfernt ist ein fantastisches Korallenriff. Ein wahrer Traum!

Es gibt immer wieder Stimmen, die sich über den Müll beschweren. Um ehrlich zu sein, wir haben in den vier Wochen auf den Togian Islands relativ wenig davon gesehen. Es hängt immer von den Strömungen ab und es gibt sicherlich Tage, wo etwas mehr Müll an den Strand getrieben wird. Letztendlich haben wir in den Sommermonaten auf Mallorca weit aus mehr Plastikmüll gesehen als hier auf den Togian Islands. Und das in Europa, wo es ganz andere Möglichkeiten des Recycelns gibt. Wir sind dankbar und glücklich, dass wir so schöne, intakte Korallenriffe und so glasklares Wasser sehen konnten.

Unser Abschied von den Togian Islands hätte nicht schöner sein können. Zum einen die so herzliche Verabschiedung am Strand, bei der wir tatsächlich feuchte Augen bekommen haben. Und zum anderen die zweite Verabschiedung, als wir bereits auf der Nacht - Fähre „Tuna Tomini“ Richtung Gorontalo waren, denn beim Vorbeifahren wurde am Strand des Harmony Bay Resorts in der Dunkelheit mit Handys geleuchtet und geschrien und so ByeBye gesagt🙋🏼‍♀️, ein sehr rührender Moment für uns.


Warum 30 Tage Togian Islands? 

30 Tage...abseits der Zivilisation,

30 Tage...Offlinemodus,

30 Tage...Naturgenuss pur,

30 Tage...Faszination der Unterwasserwelt,

30 Tage...Austausch unterschiedlichster Nationalitäten, 

30 Tage...Bereicherung durch Bekanntschaften und Freundschaften,

30 Tage...3 mal täglich indonesische Küche,

30 Tage...Lesen und Relaxen,

30 Tage...Sonne, Strand und Meer oder mehr:-)

Wie man so schön sagt, einfach mal so richtig runtergekommen.


Kommentare: 7
  • #7

    Caris (Donnerstag, 24 Oktober 2019 17:38)

    Das ist ja traumhaft. Ich wünsche euch weiterhin eine so tolle Reise. - Bin auch ein bisschen neidisch.

  • #6

    Jörg (Mittwoch, 04 September 2019 06:48)

    Boa Mädels, das ist ja der Hammer!
    Vielen Dank für die schönen Eindrücke, besonders der Sonnenuntergang zwischen den Felsen ist klasse!
    Ich mache mir jetzt schon wieder ein neues Hintergrundbild aufm Rechner!
    Ach ja, denkt bitte an das Treibholz, welches Ihr mir von Lia Beach mitbringen müsst!
    Kuss aus dem verregneten Hamburg!
    Euer Jörgibär

  • #5

    Sven (Montag, 02 September 2019 15:58)

    Moin Moin,
    und Danke für die schönen Bilder,es macht richtig Spaß bei eurem Trip so nah dabei zu sein!!!
    Ich warte jetzt schon auf Meer
    Grüße aus der Feuerbergstraße

  • #4

    Janine (Samstag, 24 August 2019)

    Wow

    Super schöne Bilder und wieder richtig toll geschrieben der Blog. Es macht richtig Spaß euch zu folgen...
    Gedanklich bin ich dann auch wieder im Urlaub ��

  • #3

    Sabrina (Donnerstag, 22 August 2019 12:42)

    Wow � Ich bekomme Fernweh!!

  • #2

    R & M (Mittwoch, 21 August 2019 13:04)

    Danke für die Blumen!! Mit euch würden wir sofort wieder auf so ne einsame Insel, wenn man halt nicht 3 Tage für die Anreise bräuchte ����. Aber Hut ab toller Blog und tolle Homepage! Wir sind beeindruckt.
    Freuen uns bereits auf die Fotos.
    ���

  • #1

    Verena (Dienstag, 20 August 2019 17:39)

    Ich muss es nochmal los werden,... der Baby Tintenfisch wurde außerordentlich gequält, um ein tolles Fotos zu bekommen ☺️�