Sulawesi - Makassar

Unsere Anreise nach Makassar (Südsulawesi) über Jakarta gestaltete sich mit kleinen Hindernissen. Zunächst sind wir von Singapur nach Jakarta (Java) geflogen. Das verlief reibungslos (angenehme Flugzeit von etwa 1 Stunde). Von dort ging es mit der gleichen Fluggesellschaft weiter nach Makassar. Für das "Umsteigen" waren über zwei Stunden eingeplant. Wir hatten natürlich gehofft, dass unser Gepäck bis nach Makassar durchgecheckt wird, aber leider wurde uns diese Hoffnung bereits in Singapur am Flughafen genommen. Wir mussten also unser Gepäck am Flughafen in Jakarta irgendwie vom internationalen zum nationalen Terminal bringen. Das gestaltete sich etwas schwierig, da der Weg zum Shuttlebus schwer zu finden war. Ins Schwitzen brachte uns zunächst die lange Schlange vor der Passkontrolle. Nachdem wir diese endlich passiert hatten, haben wir in Windeseile unser Gepäck vom Band gerissen und unsere Füße in die Hand genommen. Fragend und schweißgebadet haben wir uns an Vorbeigehende gewandt, um zu erfahren, wo der Shuttle zu finden ist. Nachdem wir diesen dann endlich gefunden haben, war klar, den Anschlussflug haben wir verpasst. Am richtigen Gate angekommen, staunten wir nicht schlecht, als wir verblüfft nach etwa 10 Minuten mit Blick auf die Uhr feststellten, dass zwischen Makassar und Jakarta eine Zeitverschiebung von 1 Stunde liegt. Wir sollten uns zukünftig besser über die Bedingungen vor Ort informieren. Aber wer kann schon wissen, dass innerhalb Indonesiens unterschiedliche Zeiten herrschen:-) 

 

Am Flughafen in Makassar sind wir zu unserer großen Freude abgeholt worden, so dass die Fahrt zum Guesthouse sehr angenehm verlief. Wir wurden herzlichst mit Kaffee und gebackenen Bananen von zwei älteren Damen empfangen. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und sehr herzlich aufgenommen.

Wir hatten für den zweitägigen Aufenthalt in Makassar einen englischsprachigen Guide mit Auto gebucht. Die erste Tour war mit einer langen Autofahrt von etwa drei Stunden auf sehr holprigen Straßen (etwa 80 km von Makassar entfernt) verbunden. Der Besuch einer Teeplantage und ein Walk zu einem Wasserfall in Molina standen auf dem Programm. Unseren ersten Stopp machten  wir bei einem Restaurant, das innerhalb der Teeplantage lag. Das Essen war für indonesische Verhältnisse teuer und nicht besonders gut, was uns enttäuschte, da wir zuvor an so vielen gut und lecker aussehenden Streetfoodständen vorbeifuhren, die uns wahrscheinlich mehr zugesagt hätten. Nachdem der Hunger gestillt war, machten wir nach einen Walk durch die Teeplantage zum Flowerpark. Dieser war kurz, aber landschaftlich sehr hübsch. Da wir den Flowerpark nicht besichtigen wollten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Programmpunkt. Nach einer weiteren halben Stunde Autofahrt unternahmen wir einen Walk zum ersten Wasserfall. Diesen hatten wir uns etwas anders vorgestellt, aber die Tatsache, dass wir die einzigen "Langnasen" vor Ort waren, hat bei den Einheimischen für viel Freude gesorgt. Dem Wunsch nach einem gemeinsamen Foto kamen wir sehr gerne nach, weil wir zum Dank in sehr viele glückliche Gesichter schauen durften. Anschließend haben wir einen weiteren, für uns viel schöneren Wasserfall besucht. Auch hier sorgten  die  „Fotoshootings“ dafür, mit den Menschen vor Ort zu sprechen und sie glücklich zu machen. 

Die zweite Tour am nächsten Tag war der Hammer. Rammang Rammang mit seinen bewachsenen Karstfelsen erinnert an die trockene Halongbucht in Ninh Binh (Vietnam). Rammang Rammang liegt etwa 40 km von Makassar entfernt und ist über einen Highway in circa einer Stunde zu erreichen. Seit circa sieben Jahren ist dieses Gebiet ein „Touristen Spot“.  Sie ist die zweitgrößte Karstlandschaft der Welt.

Auf der Bootstour sind wir in kleine, schmale Seitenarme des Flusses zu unserem ersten Highlight den „Fireflies Cave“ gefahren. Schon die Anfahrt läßt einem das Herz höher schlagen. Der Fluss mit seinen kleinen Seitenarmen ist umgeben von Palmen, Mangroven und grün bewachsenen Karstfelsen. Man fährt wie durch einen grünen Tunnel. Vom Anlegesteg sind wir ein paar hundert Meter durch eine herrliche Landschaft bis zur Höhle spaziert. Diese Höhle hat uns nicht aufgrund ihrer Größe beeindruckt, sondern dadurch, dass sie auf relativ kleiner Fläche unglaublich viele unterschiedliche Stalagmiten und Stalaktiten zu bieten hat. Man besucht die Höhle mit Stirnlampen, da im inneren absolute Finsternis herrscht. Wir waren die einzigen Touristen weit und breit, was diesen ursprünglichen Ort für uns noch schöner gemacht hat. 

Der zweite Ort, den wir mit „unserem Boot“ aufgesucht haben war Kampung Berua. Dort haben wir das erste frische Kokosnuss Wasser unserer Reise getrunken und den schönen Ausblick auf die Karstfelsen genossen. Ein herrlicher Platz zum Verweilen zwischen Reisfeldern und Karstfelsen. Faszinierende Kulisse!

Der dritte Ort, den wir aufgesucht haben, war Padang Ammarung (Stone Hills/Steingarten), ein Labyrinth aus uralten in sich verschlungenen Felsen und geheimen Wegen. Zwischenzeitlich dachten wir, dass wir den Weg hinaus nicht mehr finden, aber unser Guide kennt jeden Wknkel dieses Steingartens. Alleine hätten wir uns ganz sicher verlaufen und nur schwer herausgefunden. 

Die Bootstour mit Ridwan war einfach nur schön, ein unvergessliches Erlebnis. Wir behalten es in toller Erinnerung. 

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Kommentare: 5
  • #1

    Ángeles (Mittwoch, 17 Juli 2019 14:37)

    Traumhafte Fotos! Weiter so! Gruß aus Mallorca

  • #2

    Martin (Mittwoch, 17 Juli 2019 14:55)

    Großartige Eindrücke und Abwechslung. Ein wenig Neid kommt auf. Grüße aus Frankreich.

  • #3

    Janine (Mittwoch, 17 Juli 2019 20:39)

    Traumhafte Bilder! Wir "verfolgen" euch mal fleißig weiter hier... Macht weiter so... Es macht richtig Spaß zu lesen �

  • #4

    Sabrina (Donnerstag, 18 Juli 2019 08:36)

    Tolle Fotos, toller Bericht Ich freue mich auf die Fortsetzung �

  • #5

    Lara (Donnerstag, 18 Juli 2019 14:51)

    Sehr schöne Fotos! :) Und traumhafte Orte! Grüße aus der Heimat.